
Werk 001
80 × 80 cm
Abstrakte Malerei
Farbe, Form und Rhythmus. Jedes Werk erzählt seine eigene Geschichte zwischen Violett, Blau, Ocker und Weiss.
Alle Werke sind Unikate in Acryl auf Leinwand — nummeriert wie im Werkverzeichnis des Künstlers.

80 × 80 cm

80 × 80 cm

80 × 80 cm

80 × 80 cm

80 × 80 cm

80 × 80 cm
Nicht erhältlich

80 × 80 cm

80 × 80 cm

80 × 80 cm

80 × 80 cm

80 × 80 cm
Nicht erhältlich

80 × 80 cm

40 × 40 cm

70 × 100 cm
Verkauft

100 × 100 cm

100 × 100 cm

100 × 100 cm

100 × 120 cm

100 × 120 cm

Richard Ganz wächst als siebtes Kind einer Bauernfamilie im zürcherischen Buch am Irchel auf. Die frühe Erfahrung von Landschaft, Handwerk, Material und dem unmittelbaren Umgang mit dem Gebauten prägt seinen späteren Weg als Architekt und Künstler.
Nach einer Lehre als Hochbauzeichner studiert er Architektur am Technikum in Winterthur. Nach mehreren Jahren praktischer Tätigkeit vertieft er sein Studium als Fachhörer der ETH Zürich. Es folgen viele Jahre architektonischer Arbeit in verschiedenen namhaften Architekturbüros, in denen er ein breites Spektrum des Entwerfens und Realisierens kennenlernt.
Parallel zur eigenen Berufstätigkeit unterrichtet er an Fachhochschulen und an der Bauschule Aarau «Konstruktives Entwerfen». Die Auseinandersetzung mit Raum, Konstruktion, Proportion und Wahrnehmung wird dadurch nicht nur zum Gegenstand seiner eigenen Arbeit, sondern auch zum kontinuierlichen Dialog mit Studierenden und jungen Architektinnen und Architekten.
Seine künstlerische Entwicklung wird von verschiedenen Persönlichkeiten begleitet und geprägt. Zu den für ihn wichtigen Lehrern und Weggefährten zählen Peter Brupbacher, Werner Spillmann, Luca Maraini, René Stoos, Jean Pfaff und Melissa Pacheco. Ihre unterschiedlichen Haltungen und Zugänge zur Kunst, zur Wahrnehmung und zum Entwerfen hinterlassen Spuren in seinem eigenen Denken.
Heute verbindet Richard Ganz seine langjährige Erfahrung als Architekt mit der freien künstlerischen Arbeit. Unter dem Namen «Riccardo Tutto» entwickelt er abstrakte Malerei, in der sich architektonisches Denken und intuitive Bildfindung begegnen. Farbe, Form, Rhythmus, Ordnung und Geste werden zu eigenständigen räumlichen Elementen. So setzt sich in der Malerei eine Auseinandersetzung fort, die ihren Ursprung in der Architektur hat — nun jedoch mit anderen Mitteln und grösserer Freiheit.
Der Architekt Richard Ganz, der als Künstler unter dem Namen Riccardo Tutto arbeitet, bewegt sich zwischen zwei Welten, die sich bei näherer Betrachtung erstaunlich nahe sind: der Architektur und der Malerei. Beide beginnen mit der Suche nach einer Ordnung — und beide leben von dem Moment, in dem diese Ordnung verlassen, verschoben oder neu gedacht wird.
In seinen abstrakten Arbeiten erforscht Riccardo Tutto das Zusammenspiel von Farbe, Form und Rhythmus. Seine Bilder entstehen nicht nach einem festgelegten Plan, sondern entwickeln sich Schicht für Schicht, im Dialog mit dem bereits Geschaffenen. Geometrische Strukturen treffen auf spontane, intuitive Malbewegungen, klare Flächen auf spontane Setzungen, Ruhe auf Dynamik. Dabei interessiert ihn weniger das fertige Bild als der Prozess seines Entstehens: das Setzen, Überlagern, Verwerfen, Freilegen und erneute Beginnen.
Seine Kompositionen leben von Gegensätzen. Violett und tiefes Blau begegnen warmem Ocker, Sand und Creme. Farbflächen scheinen sich gegenseitig zu halten, während Linien und Striche diese Ruhe durchbrechen. Manchmal entsteht ein beinahe architektonisches Gefüge, dann wieder löst sich die Ordnung auf und macht einer freien, intuitiven Geste Platz.
Vielleicht ist es gerade dieser Wechsel zwischen Konstruktion und Intuition, der die Nähe zwischen Architektur und Malerei in seinem Werk spürbar macht. Wo der Architekt Räume ordnet, setzt der Maler Farben und Formen in Beziehung. Wo der eine konstruiert, lässt der andere geschehen. Und doch bleibt beiden die Suche nach Proportion, Spannung und Balance gemeinsam.
Jede neue Farbschicht ist dabei auch eine Entscheidung. Eine Spur wird verstärkt, eine andere überdeckt. Ein Bereich wird zurückgenommen, ein neuer Akzent gesetzt. Unter der sichtbaren Oberfläche bleiben Fragmente früherer Entscheidungen erhalten — als Erinnerungen an den Weg, den das Bild genommen hat. So wird die Leinwand zu einem Archiv des Entstehens.
Die Bilder von Riccardo Tutto verlangen keine eindeutige Lesart. Sie wollen nicht erzählen, sondern Stimmungen, Beziehungen und Bewegungen eröffnen. Der Blick kann an einer geometrischen Struktur Halt finden, einer Farbbegegnung folgen oder sich in einer freien Geste verlieren. Was zunächst als Ruhe erscheint, beginnt sich bei längerem Betrachten zu bewegen; was spontan wirkt, offenbart eine verborgene Ordnung.
Dabei interessiert ihn das Gleichgewicht nicht als statischer Zustand, sondern als etwas Vorläufiges und immer wieder neu Auszutariierendes. Ein Bild ist für ihn dann lebendig, wenn Spannung bestehen bleibt — wenn nichts ganz abgeschlossen scheint und zwischen den einzelnen Elementen ein Raum für die Vorstellungskraft entsteht.
Riccardo arbeitet vorwiegend mit Acryl auf Leinwand. Farbe wird dabei nicht lediglich als Oberfläche verstanden, sondern als eigenständiges räumliches und emotionales Element. Sie kann verdichten oder öffnen, zurücktreten oder hervortreten, beruhigen oder irritieren. In der Überlagerung entstehen Tiefe und Zeit: Das Bild wird nicht nur gesehen, sondern gewissermassen durchwandert.
2026 präsentierte Riccardo Tutto seine Arbeiten erstmals öffentlich an der SWISSARTEXPO in Zürich. Damit öffnete sich ein neuer Raum für eine künstlerische Arbeit, die aus der Architektur hervorgegangen ist, sich aber längst ihre eigene Sprache geschaffen hat.
Vielleicht liegt genau darin das Spannende an diesen Bildern: Sie sind gebaut und zugleich frei, strukturiert und intuitiv, präzise und offen. Sie erzählen von der Suche nach einer Ordnung, ohne sich dieser Ordnung vollständig zu unterwerfen.
Und sie laden dazu ein, immer wieder hinzusehen. Denn mit jedem Blick kann sich etwas verschieben.
Architekturfotos: Markus Käch, Dan Alonso











Die erste Ausstellung von Riccardo Tutto. Die Werke waren live in Zürich zu sehen.
2. – 6. September 2026
Täglich während der Expo-Öffnungszeiten
Zürich
Veranstaltungsort auf swissartexpo.com
Interesse an einem Werk oder einer Zusammenarbeit? Schick uns eine Nachricht. Wir melden uns so schnell wie möglich.
SWISSARTEXPO, 2. – 6. September 2026, Zürich
Deine Anfrage wird direkt per E-Mail weitergeleitet und nicht gespeichert.